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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 02. – 06.03.2026

DAX
Der DAX beendete die Woche bei 25.284 Punkten und legte gegenüber der Vorwoche um 0,09 % zu. Damit hielt er sich etwas besser als der Euro Stoxx 50, der auf Wochenbasis um 0,06 % nachgab. Die Schwankungen blieben insgesamt überschaubar, auch weil Kursgewinne im Verlauf der Woche immer wieder von den Börsen in den USA gebremst wurden. Auf Einzeltitelebene führten Deutsche Börse (5,68 %), E.ON (5,64 %) und RWE (5,21 %) die Gewinnerliste an. Am Ende der Tabelle standen MTU Aero Engines (-9,10 %, Ausblick enttäuscht), Heidelberg Materials (-7,90 %) und Rheinmetall (-4,40 %). Nach dem Schritt über die runde Marke von 25.000 Punkten blieb der Index zum Wochenende knapp unter 25.300 Punkten hängen, sodass der Weg in Richtung des Rekordhochs bei 25.508 Punkten nicht frei wurde. Auf der Unterseite gilt die Zone um 24.986 Punkte als erste größere Haltelinie, weil dort in dieser Woche ein markanter Schlusskurs lag. Rutscht der DAX darunter, würden viele kurzfristige Käufer vorsichtiger, während die Aufmerksamkeit dann rasch auf 23.851 Punkte wandert, eine Fibonacci‑Marke aus der 52‑Wochen‑Spanne. Solange der Markt oberhalb dieser Schwelle bleibt, dominiert eine geordnete Seitwärtsphase nahe den Höchstständen, die aber anfällig für neue Nachrichten ist. In der neuen Woche rücken der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland am Montag und die Eurostat-Schnellschätzung zur Teuerung in der Eurozone für Februar am Dienstag in den Fokus. In der Berichtssaison folgen zudem die Zahlen von adidas, DHL Group und Deutsche Lufthansa.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones gab in der vergangenen Woche um 1,3 % ab. Er schloss bei 48.978 Punkten. Neben der Unsicherheit über Änderungen bei der Zollpolitik waren die Nvidia-Quartalsergebnisse das wichtigste Ereignis. Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen, trotzdem entschlossen sich die Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen. Software-Aktien, die in den letzten Wochen stark verloren hatten, konnten ein kleines Plus ins Wochenende retten. Gefragt waren hingegen defensive Aktien, wie Versorger (+2,9 %), Nichtzyklischer Konsum (+2,7 %) und Gesundheit (+2,1 %). Steigende Produzentenpreise belebten die Sorge vor höheren Inflationsraten. Die aktuelle Woche wird von höherer Volatilität aufgrund der Situation im Nahen Osten geprägt sein. Aufgrund der Krisenlage im Nahen Osten wird der Dow Jones heute mit einem Abwärtsgap eröffnen und wird gleich zu Wochenbeginn das Verlaufshoch von Mitte November 2025 bei 48.420 Punkten testen. Die Unterstützung wird durch den Verlauf der 90-Tage-Linie (aktuell bei 48.372 Punkten) verstärkt. Dabei handelt es sich um eine robuste Unterstützung, aber der Volatilitätsindex VIX notiert noch nicht so hoch, dass er Panik signalisiert. Insofern könnte diese Unterstützung diese Woche durchaus gerissen werden. Insgesamt gesehen halten wir perspektivisch einen Test der steigenden 200-Tage-Linie, die aktuell bei 46.291 Punkten verläuft für ein realistisches Szenario.

Einschätzung
Wir sehen die weltweiten Aktienmärkte noch nicht im technisch überverkauften Terrain und auch die Volatilität signalisiert, dass wir noch Abwärtspotenzial haben sollten. Ein antizyklischer Aufbau von Positionen zum aktuellen Zeitpunkt erscheint aus unserer Sicht deshalb noch zu früh.

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