Für die Woche vom 13. – 17.04.2026
DAX
In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 23.804 Punkten und legte 2,74 % zu, damit etwas schwächer als der Euro Stoxx 50, der im gleichen Zeitraum 3,98 % gewann. Die Erholung wurde von vorsichtiger Hoffnung auf neue Gespräche zwischen den USA und Iran getragen, auch wenn der Ölmarkt und die Inflationsdebatte das Umfeld fragil hielten. Auf Einzeltitelebene führten Siemens Energy (+11,70 %), Infineon (+9,92 %) und Commerzbank (+9,78 %) die Gewinnerliste an. Auf der Verliererseite standen Rheinmetall (-6,79 %), SAP (-6,39 %) und Scout24 (-1,51 %). Aus charttechnischer Sicht stand zunächst eine kräftige Erholung im Vordergrund, die den DAX am Mittwoch bis auf 24.164 Punkte führte. Zum Wochenschluss fiel der Index jedoch wieder unter 24.000 Punkte zurück und schloss bei 23.804 Punkten. Damit bleibt die Zone um 24.000 Punkte die erste Hürde. Oberhalb davon käme zunächst das Wochenhoch bei 24.164 Punkten in den Blick. Darüber würde sich der Blick auf 24.373 Punkte richten, also auf das 76,4-Prozent-Retracement der 52-Wochen-Spanne. Auf der Unterseite stützt zunächst der Bereich um 23.168 Punkte, also das Schlussniveau der Vorwoche. Darunter würde das Wochentief bei 22.678 Punkten wieder wichtiger. In der neuen Woche richten sich die Blicke auf die Großhandelspreise in Deutschland am Dienstag, auf die Industrieproduktion im Euroraum am Mittwoch und auf die endgültigen Inflationszahlen (HVPI) für Deutschland am Donnerstag.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones erzielte in der vergangenen Woche einen Kursgewinn von 3 %. Er schloss bei 47.917 Punkten. Der breite US- Aktienmarkt profitierte von nachlassenden geopolitischen Spannungen in Form eines 2-wöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und Iran, was zu sinkenden Ölpreisen und somit für eine Erholung an den Aktienmärkten führte. Bester Sektor war der Halbleiterindex „Sox“, der 13,5 % zulegen konnte. Software- Aktien verloren gegen den Trend. Die Inflationsrate stieg im März um 0,9 % zum Vormonat, mehr als erwartet, nachdem die Energiekomponente um 10,9 % stieg. Die hohen Energiekosten zeigen sich auch beim Konsumentenvertrauen der Uni Michigan, das mit 47,6 unter der Wachstumsschwelle von 50 veröffentlicht wurde. Nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und Iran über das Wochenende ohne eine Einigung beendet wurden, nehmen die Chancen auf eine unruhige Handelswoche zu. Die Dow- Futures notieren Montagmorgen im Minus, die Rohölpreise ziehen wieder über 7% an. Aus technischer Sicht konnte der Dow Jones in der vergangenen Woche die wichtige 200- Tage- Linie (aktuell bei 46.943 Punkten) zurückerobern und den kurzfristigen Abwärtstrend überschreiten. Dies hat zunächst einiges an Energie gekostet, bis der Sprung schließlich gelang und die Erholungsdynamik wurde gerade am Anfang der Aufwärtsbewegung gebremst. Nach einer guten Entwicklung seit Ende März kam die Aufwärtsbewegung am Widerstand bei 48.172 Punkten zum Halten. Inzwischen sehen wir die US- Märkte aus kurzfristiger Sicht eher im überkauften Bereich. Was Optimisten in dieser Woche deshalb sehen wollen, ist eine milde Konsolidierung im Dow Jones, bei der unterinvestierte Marktteilnehmer bei Schwäche Positionen aufbauen. Aus unserer Sicht sollten sich die Marktteilnehmer von Konsolidierungstagen aktuell nicht nervös machen lassen, denn aus mittelfristiger Sicht notieren die US- Aktien noch nicht im überkauften Bereich. Wir sehen deshalb noch Platz für weitere Kursgewinne. Die Korrekturphase und die unsichere volatile Geopolitik hat viele Marktteilnehmer vorsichtig werden lassen, wie ein Blick auf die Optionsmärkte zeigt. Ein hoher Absicherungsdruck gilt jedoch allgemein als unterstützend für weitere Kursgewinne. Deshalb sehen wir auch den nächsten wichtigen Widerstand über 48.172 Punkten im Bereich von 49.000 Punkten nur als Durchgangsstation an und halten perspektivisch das Erreichen des Allzeithochs bei 50.240 Punkten für möglich. Das negative Sentiment seitens der Marktteilnehmer zu drehen, sollte zumindest einige Wochen andauern, was unterstützend für die Aktienmärkte wäre.
Einschätzung
Kurzfristig wirken die Aktienmärkte nach der Erholung erschöpft. Sie haben sich gut erholt und erreichen wichtige Widerstände, die das Aufwärtsmomentum abkühlen lassen sollten. Wir sehen gute Chancen auf eine milde Konsolidierung und sehen im Anschluss weiteres Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten. Das negative Sentiment seitens der Marktteilnehmer sollte die Aktienmärkte noch einige Wochen unterstützen- es zu drehen sollte zumindest einige Wochen andauern, was unterstützend für die Aktienmärkte wäre.