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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 09. – 13.02.2026

DAX
Der DAX beendete die Woche bei 24.721 Punkten und legte um 0,74 % zu. Damit blieb er etwas schwächer als der Euro Stoxx 50. Das Marktbild wurde von einer Mischung aus Unternehmenszahlen und Zinsdebatten geprägt, nachdem die Europäische Zentralbank die Leitzinsen unverändert ließ. Auf Einzeltitelebene führten Brenntag (8,09 %), Henkel (7,58 %) und Deutsche Telekom (7,42 %) die Gewinnerliste an. Deutlich schwächer tendierten Zalando (-12,53 %), Scout24 (-11,90 %) und Rheinmetall (-9,94 %). Aus charttechnischer Sicht stabilisierte sich der Index nach dem Rückschlag Ende Januar und schloss wieder oberhalb von 24.663 Punkten. Diese Rückkehr in den zuletzt umkämpften Bereich spricht für Kaufbereitschaft, wobei die Bänder der vergangenen Tage eine enge Handelsspanne zeigen. Solange die Zone hält, rückt die runde Marke bei 25.000 Punkten als nächster Prüfstein in den Blick, denn darüber wäre das bisherige Jahreshoch bei 25.508 Punkten wieder erreichbar. Auf der Unterseite bleibt das Jahrestief bei 24.266 Punkten die entscheidende Orientierung, weil ein Bruch den Druck in Richtung der nächsten Auffangzonen um 24.000 Punkte erhöhen würde. In der neuen Woche dürften Daten des Statistischen Bundesamtes, darunter die Großhandelspreise für Januar und die Insolvenzzahlen, zusätzliche Hinweise zur konjunkturellen Lage liefern, während die Berichtssaison im DAX mit den Zahlen von Commerzbank, Siemens Energy, Deutsche Börse, Mercedes-Benz Group und Siemens in eine wichtige Woche geht.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones entwickelte sich in der vergangenen Woche sehr fest mit einem Kursgewinn von 2,5 %. Er schloss bei 50.116 Punkten und konnte damit erstmals über der 50.000-er Marke schließen. Gleichzeitig bedeutet der Schlussstand vom Freitag ein neues Allzeithoch. Die marktbreiten Indizes S&P 500 (-0,1 %) und Nasdaq Composite (-1,8 %) konsolidierten, was verdeutlicht, dass Wachstumswerte und insbesondere die Mag 7- und Software-Aktien nicht gefragt waren. Hier belasteten die Quartalsergebnisse. Gut entwickelten sich Value-Werte, mit Nichtzyklischem Konsum (+6 %), Industrie (+4,7 %) und Energieaktien (+4,3 %). Positive Zeichen gab es von den Frühindikatoren ISM für das verarbeitende Gewerbe, die nach mehrmonatigen Schwächeanzeichen im Januar mit einem Stand von 52,6 erstmals wieder die Wachstumsschwelle von 50 überschritten. Der US-Konsument bleibt ausgabefreudig, insbesondere jene, die in Aktien investiert sind. Das Februar Sentiment der Uni Michigan verbesserte sich auf 57,3. Ein starker Wochenendspurt führte dazu, dass der Dow Jones seine Seitwärtskonsolidierungszone, in der er sich seit Anfang Januar befand, nach oben auflösen konnte. Dies führte den Dow Jones zu einem neuen Allzeithoch, nachdem es noch zu Beginn der Handelswoche zu einem Test der 50-Tage-Linie (aktuell bei 48.691 Punkten) und des Intraday-Verlaufshochs von Mitte November kam. Beide wurden zwar getestet aber letztendlich nicht herausgefordert. Sie bilden neben dem bisherigen Allzeithoch bei 49.534 Punkten und der 38-Tage-Linie (aktuell bei 48.929 Punkten) die nächsten Unterstützungen. Nach der breiten Konsolidierung des US-Marktes sehen wir in dieser Woche insbesondere im Technologie- Sektor gute Chancen auf eine technische Reaktion nach oben. Insofern sind wir in dieser Woche auch für den Dow Jones in Summe positiv gestimmt. Er kann sich an der oberen Begrenzung des Aufwärtstrends, der sich aus den Hochpunkten von Ende Oktober, Mitte November und Anfang Januar entlanghangeln, und kann somit steigen, ohne diesen überwinden zu müssen.

Einschätzung
Die Konsolidierung im breiten Markt und insbesondere bei Technologiewerten hat für überverkaufte Marktverhältnisse gesorgt. Eine mögliche Schwäche zu Wochenbeginn sollte deshalb für kurzfristig orientierte Marktteilnehmer nochmal als Chance zum Positionsaufbau gesehen werden. Der Zeithorizont sollte jedoch kurzgehalten werden, da eine mögliche Rallye sich innerhalb weniger Wochen technisch wieder erschöpfen würde.

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