AKTUELLES

Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 02. – 06.02.2026

DAX
Der DAX beendete die Handelswoche am Freitag (30.01.2026) bei 24.539 Punkten und gab gegenüber der Vorwoche um 1,45 % nach. Damit schnitt er deutlich schwächer ab als der Euro Stoxx 50, der nahezu unverändert blieb. Auf Einzeltitelebene führten E.ON (+5,40 %), Deutsche Telekom (+4,10 %) und RWE (+3,80 %) die Wochenrangliste an. Auf der Verliererseite standen SAP (-13,82 % nach schwächerem Ausblick für das Geschäft mit Cloud-Software), Airbus (-6,41 %) und Qiagen (-3,27 %). Der kräftige Abschlag bei SAP drückte den Gesamtindex besonders stark. Aus charttechnischer Sicht setzte der Markt nach einem Zwischenhoch bei 25.020 Punkten rasch zurück und markierte im Wochenverlauf ein Tief bei 24.266 Punkten. Die anschließende Stabilisierung gelang zwar, doch die Käufer müssen zunächst die runde Marke von 25.000 Punkten zurückerobern, damit der Weg in Richtung 25.508 Punkte frei wird, wo das 52‑Wochen‑Hoch verläuft. Auf der Unterseite bleibt dieses Wochentief eine erste Orientierung, während darunter das Fibonacci‑Rücklaufniveau bei 23.852 Punkten als nächster größerer Haltebereich gelten kann. Der Handel blieb dabei von deutlichen Tagesausschlägen geprägt, was die Nervosität nach den Unternehmenszahlen spürbar unterstreicht. In der neuen Woche richten sich die Blicke auf die vorläufigen Inflationsdaten für den Euroraum und auf die deutschen Außenhandelszahlen. Unternehmensseitig stehen die Quartalsberichte von Infineon, Qiagen, und Siemens Healthineers auf der Agenda.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 0,4 %. Er schloss bei 48.892 Punkten. Die Handelswoche war geprägt von der Berichtssaison der großen Techkonzerne. Während Meta positiv überraschen konnte, enttäuschten die Quartalszahlen von Microsoft. Ende der Woche sahen wir starke Gewinnmitnahmen im Edelmetallsektor, was dazu führte, dass der Grundstoff-Sektor die Woche mit Kursverlusten von 1,2 % beendete. Gefragt waren hingegen die Sektoren Energie (+3,9 %) und Versorger (+1,7 %). Die Nominierung von Kevin Warsh als nächstem US- Notenbankpräsident, der eher als gelpolitischer Falke gilt, führte zu einem Kursanstieg im US-Dollar. Der Dow Jones zeigte sich in der vergangenen Woche wenig volatil, aber im Konsolidierungsmodus. Am Freitag kam es zu einem Test der 38-Tage-Linie (aktuell bei 48.737 Punkten), die zunächst als Unterstützung wirkte. Zu Wochenbeginn notieren die US-Futures-Märkte im Minus, so dass der Dow Jones heute unter dieser Marke eröffnen könnte und es zu einem Test der 50-Tage-Linie (aktuell bei 48.413 Punkten) bzw. des Verlaufshochs von Mitte November 2025 bei 48.283 Punkten kommen könnte. In der vergangenen Woche sahen wir vereinzelt positive Divergenzen, was vorsichtig als positives Zeichen interpretiert werden kann. Allerdings wirken diese fragil und könnten sich bei einer weiteren Konsolidierungswoche wieder auflösen. Eine weitere Konsolidierungswoche scheint wahrscheinlich, denn die Konsolidierung in der vergangenen Woche war milde und hat nicht zu einer überverkauften Indikatorenlage geführt. Ein Blick auf die Volatilität signalisiert nach wie vor eine gewisse Sorglosigkeit seitens der Marktteilnehmer. Aus unserer Sicht bleibt deshalb das Erholungspotenzial recht begrenzt. Ein Überschreiten des Allzeithoch bei 49.534 Punkten halten wir ohne vorherige Konsolidierungsarbeit für sehr unwahrscheinlich.

Einschätzung
Im S&P 500 werden 129 Unternehmen ihre Quartalsberichte vorlegen, auch in Europa werden viele Unternehmen berichten, was für Volatilität sorgen könnte. Insgesamt sehen wir die Indikatorenlage noch nicht im technisch überverkauften Bereich und Erholungsversuche sollten deshalb nur kurzfristiger Natur sein und noch nicht nachhaltig. Deshalb halten wir das Aufwärtspotenzial aktuell für begrenzt und eine Konsolidierungswoche für wahrscheinlich.

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