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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 19. – 23.01.2026

DAX
In der vergangenen Handelswoche konsolidierte der DAX auf hohem Niveau. Durch die Zuspitzung des Grönland-Konflikts verbunden mit neuen Zolldrohungen ist die heutige Eröffnung schwächer. Die deutschen Standardwerte notieren wieder unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist jedoch das ehemalige Allzeithoch bei 24.770 Punkten, das als Ausbruchsmarke der aktuellen Bewegung definiert werden kann. Solange dieser Bereich nicht nachhaltig unterschritten wird, handelt es sich im aktuellen Rückgang um ein „Luft holen“. Vor dieser wichtigen Marke befindet sich eine weitere Unterstützung bei 24.850 Punkten. Auf der Oberseite befindet sich im Bereich des bisherigen Allzeithochs bei 25.500 Punkten ein Widerstandsbereich. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bei einer Konsolidierung oberhalb der Marke von 24.770 Punkten der übergeordnete Aufwärtstrend aktiv bleibt.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche leicht um 0,3 %. Er schloss bei 49.359 Punkten. Gefragt waren defensive, valueorientierte Sektoren, wie nichtzyklischer Konsum (+3,7 %), Industrie (+3,0 %) und Energieaktien (+2,4 %), während zyklische Konsumaktien (-2,0 %) und Finanzwerte (-2,3 %) schwach waren. Der Finanzsektor litt neben der Veröffentlichung von gemischten Quartalszahlen auch unter Plänen der US-Regierung, die Kreditkartenzinsen ein Jahr lang auf 10 % zu begrenzen. Die größte Dow Jones Komponente Goldman Sachs entwickelte sich zunächst positiv nach der Veröffentlichung guter Quartalszahlen. Zu Wochenbeginn signalisieren die US-Märkte eine schwache Eröffnung, nachdem US-Präsident Trump ab Februar für acht EU-Staaten zusätzliche Importzölle von 10 % erheben will, die ab Juni auf 25 % steigen könnten, sollte bis dahin keine Einigung über den „Kauf“ von Grönland erzielt werden. Die US-Märkte bleiben am Montag geschlossen, aufgrund eines Feiertages (Martin Luther King Day). Der Dow Jones erzielte in der Vorwoche zwar kurzfristig neue Intraday-Verlaufshochs mit 49.679 Punkten, konnte aber den Trendkanal nicht überschreiten, der sich aus den Hochpunkten der Verlaufshochs seit Anfang Juli über Mitte November herleiten lässt, der aktuell bei 49.680 Punkten verläuft. Auch der Bereich bei 49.500 Punkten hat sich kurzfristig als Widerstand entpuppt. Der genannte Trendkanal ist steigend und somit hat der Dow Jones theoretisch Aufwärtspotenzial, ohne diesen Trendkanal zwingend überwinden zu müssen. Ein nachhaltiges Überwinden dieses Trends sehen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht, da erwarten wir angesichts einer technisch überkauften Indikatorenlage erst weitere Konsolidierungsarbeit. Auch die Optionsmärkte signalisieren ein gewisses Maß an Sorglosigkeit, so dass die US-Märkte aus unserer Sicht weiteres Konsolidierungspotenzial in dieser Woche haben sollten. Auf der Unterseite sehen wir die nächsten kleineren Unterstützungen beim Hoch von Mitte Dezember bei 48.759 Punkten, gefolgt vom Hoch von Mitte November bei 48.283 Punkten. Die 38- Tage-Linie bietet bei 48.382 Punkten eine weitere Unterstützung.

Einschätzung
Wir sehen die Aktienmärkte aktuell im technisch überhitzten Bereich. Käufe zum aktuellen Zeitpunkt, um von dem Downgap zu Wochenbeginn zu profitieren, sollten sich als zu früh erweisen. Wir sehen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Konsolidierungswoche und sehen die „buy the dips“ Käufe als verfrüht an. Wir erwarten eine Zunahme der Volatilität im weiteren Januar-Verlauf.

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