AKTUELLES

Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 15. – 19.06.2026

DAX
In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 24.635 Punkten und gab um 0,50 % nach, spürbar schwächer als der Euro Stoxx 50. Der starke Freitagsanstieg reichte nicht aus, um die Verluste der Wochenmitte vollständig aufzuholen. Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt drückten zum Wochenschluss die Ölpreise und stützten die Risikobereitschaft, während zuvor höhere Inflations- und Zinssorgen sowie die deutliche Schwäche von SAP belastet hatten. Auf Einzeltitelebene führten adidas (+9,23 %, Hochstufung und WM-Effekt), Symrise (+7,62 %, Analystenupgrade und Wachstumshoffnung) und Continental (+5,27 %) die Liste an. Schwächer tendierten SAP (-13,14 %, hohe Investitionen in künstliche Intelligenz und Margendruck), BMW (-4,80 %) und BASF (-2,90 %, Goldman-Branchenwarnung für Chemie). Aus charttechnischer Perspektive zeigte der Markt eine fragile Stabilisierung nach einer schwachen Wochenmitte. Die Handelsspanne reichte vom Wochentief bei 24.044 Punkten bis zum Wochenhoch bei 24.821 Punkten, wobei die Erholung am Freitag knapp unter dem 76,4-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 24.648 Punkten endete. Diese Nähe macht die Marke zur ersten wichtigen Schwelle. Darüber folgen das Freitagshoch bei 24.754 Punkten und die runde 25.000er Marke, bevor das 52-Wochen-Hoch bei 25.508 Punkten wieder näher rückt. Auf der Unterseite stützt zunächst das Freitagstief bei 24.422 Punkten. Darunter geraten der Vortagesschluss bei 24.210 Punkten und die 24.000er Zone in den Blick. In der neuen Woche steht die Fed am Mittwoch im Zentrum, weil ihre Signale für Renditen und Risikobereitschaft wichtig bleiben. Für den deutschen Markt folgen die ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag und die endgültigen Verbraucherpreise der Eurozone am Mittwoch.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones erzielte in der vergangenen Woche Kursgewinne von 0,7 %. Er schloss bei 51.202 Punkten. Hoffnungen auf eine endgültige Einigung zwischen den USA sorgten ab Donnerstag für Kursgewinne. Der Börsengang von Space X gelang, mit Kursgewinnen von 19 % am ersten Handelstag. Der Ausgabepreis von 135 US-Dollar macht das Unternehmen zukünftig zu einem potenziellen Kandidaten für die Aufnahme im Dow Jones. Die Inflationsrate für Mai fiel nicht ganz so hoch aus wie befürchtet, hier wäre für eine Trendwende ein weiter fallender Ölpreis wichtig. Aus technischer Sicht bremste der flache, steigende Widerstand bei 51.228 Punkten auf der Oberseite zunächst das Aufwärtspotenzial des Dow Jones. Andererseits testete der Dow Jones in der vergangenen Woche mit den Unterstützungen bei 50.241 Punkten (Allzeithoch vom Februar 2026), sowie der 38-Tage-Linie (aktuell bei 50.129 Punkten) auch die Unterseite. Beide Unterstützungen haben zunächst gehalten. In dieser Woche rechnen wir mit einem erneuten Anlauf den steigenden Widerstand bei 51.489 Punkten zu durchbrechen und sehen gute Chancen, dass dieses Vorhaben gelingen sollte. Die positiven Divergenzen an der Nyse wurden in der vergangenen Woche auch an der Nasdaq bestätigt. Sie signalisieren uns ein Austrocknen des Abwärtsmomentums. Abgeleitet für den Dow Jones bedeutet das, dass wir davon ausgehen, dass das bisherige Allzeithoch bei 51.567 Punkten überwunden werden kann und sogar der Weg bis zur oberen Begrenzung des mittelfristigen Trendkanals bei 52.159 Punkten (Verlaufshochs von November 2024 und Februar 2026) frei sein sollte. Die Bäume sollten jedoch nicht in den Himmel wachsen. Die Markttechnik ist zwar überwiegend positiv, dennoch sendet das Sentiment der Marktteilnehmer widersprüchliche Signale. Einerseits ist das Sentiment seitens der Kleinanleger extrem negativ, was als Kontraindikator positiv für steigende Kurse zu sehen ist, andererseits zeigen die Optionsmärkte doch noch ein recht hohes Maß an Optimismus, was eher für eine Begrenzung des Aufwärtspotenzials spricht. Insofern empfehlen wir Marktteilnehmern, aktuell steigenden Börsenkursen nicht hinterherzujagen. Steigende Kurse sollten innerhalb weniger Wochen wieder zu einer Überhitzung der Indikatoren führen. Die nächste Unterstützung liegt beim bisherigen Allzeithoch vom Februar 2026 bei 50.241 Punkten sowie bei der 38-Tage-Linie (aktuell bei 50.062 Punkten). Weitere Unterstützungen folgen bis in den Bereich bei 48.759 Punkten.

Einschätzung
Aus unserer Sicht sind die Chancen für eine technische Reaktion nach oben in dieser Woche gut. Das Abwärtsmomentum hat sich abgeschwächt und signalisiert ein Austrocknen der Verkäufe. Um mittelfristig optimistisch bleiben zu können, wäre es aus unserer Sicht jetzt wichtig, dass mögliche Rallyeversuche ein gutes Aufwärtsmomentum aufweisen. Was wir jetzt nicht sehen wollen, wären lethargische Erholungsversuche.

Zum Artikel der Fürst Fugger Privatbank...