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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 16. – 20.03.2026

DAX
In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 23.447 Punkten und verlor 0,61 %, damit deutlich schwächer als der Euro Stoxx 50, der im gleichen Zeitraum 0,04 % nachgab. Die Kurse blieben stark von Nachrichten geprägt, weil der Ölpreisschub infolge des Nahostkonflikts Inflations- und Zinssorgen neu angefacht hat. Auf Einzeltitelebene führten Zalando (+15,85 %, starker Ausblick und Aktienrückkauf), Brenntag (+9,24 %) und RWE (+7,95 %) die Gewinnerliste an. Auf der Verliererseite standen QIAGEN (-7,83 %), Heidelberg Materials (-7,52 %) und Vonovia (-7,05 %). Aus charttechnischer Sicht setzte zu Beginn der Vorwoche zunächst eine Erholung ein, die den DAX am Dienstag bis auf 24.061 Punkte führte. Danach drehte der Markt jedoch wieder nach unten und fiel am Freitag im Tief auf 23.294 Punkte zurück. Damit bleibt die Zone um 24.000 Punkte die erste Hürde auf der Oberseite. Gelingt ein Anstieg darüber, würde sich das Bild zunächst bis an das Wochenhoch aufhellen. Auf der Unterseite richtet sich der Blick auf den Bereich um 23.300 Punkte. Darunter würde die runde Marke von 23.000 Punkten an Bedeutung gewinnen. Solange keine rasche Rückkehr über 24.000 Punkte gelingt, bleibt das Kursbild anfällig für weitere Schwankungen. In der neuen Woche richten sich die Blicke auf die endgültigen Inflationsdaten für den Euroraum am Mittwoch, auf die geldpolitische Sitzung der EZB am Donnerstag und auf die deutschen Erzeugerpreise am Freitag. Unternehmensseitig steht unter den DAX-Konzernen vor allem Vonovia mit den Jahreszahlen am Donnerstag im Fokus.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 2,0 %. Er schloss bei 46.558 Punkten. Der Iran Krieg sorgte für starke Schwankungen beim Ölpreis, eng mit der Nachrichtenlage an der Straße von Hormus verbunden. Der Energiesektor konnte mit einem Wertzuwachs von 2,1 % profitieren. Auch Versorger konnten mit +0,4 % ein kleines Plus erzielen. Finanz- (-3,4 %) und Industriewerte (-3,2 %) litten unter steigenden Renditen bzw. steigenden Ölpreisen. Die makroökonomischen Nachrichten gerieten in der Vorwoche etwas in den Hintergrund. Das Wachstum im 4. Quartal 2025 hat sich deutlich abgeschwächt. Es wurde von +1,4 % auf +0,7 % nach unten revidiert. Die Inflationsrate fiel für Januar mit 2,8 % im Jahresvergleich etwas niedriger aus als noch im Dezember. Hier ist allen klar, dass der hohe Ölpreis negative Auswirkungen in Form von höheren Inflationsraten aufgrund von Basiseffekten haben wird. In der Vorwoche hat der Dow Jones mit einem Wochentief von 46.298 Punkten die 200-Tage-Linie getestet, die aktuell bei 46.590 Punkten verläuft. Nach der Konsolidierung seit Mitte Februar, in der der Dow Jones praktisch keine Gegenwehr zeigte, ist aus unserer Sicht in dieser Woche eine technische Gegenreaktion hier zu erwarten. Die Optimisten sollten auf eine sich verbessernde Nachrichtenlage aus dem Mittleren Osten hoffen. Bleibt diese aus, dann könnte dieser kurzfristige technische Rückenwind ohne nennenswerte Kursgewinne schnell verpuffen. Eine Gegenbewegung könnte bis in den Bereich bei 48.283 Punkten führen und sollte gefangenen Marktteilnehmern nochmal die Chance geben Risikoprofil abzubauen. Hier verläuft neben dem Verlaufshoch von Mitte November 2025 auch der kurzfristig gebrochene Aufwärtstrend, der sich aus den Tiefpunkten von Anfang August 2025 und Ende November 2025 herleiten lässt. Perspektivisch sehen wir einen technischen Bruch der 200-Tage-Linie als notwendig an, um eine endgültige Marktbereinigung zu erhalten. Aus mittelfristiger Sicht sehen wir die US-Märkte noch nicht im überverkauften Bereich.

Einschätzung
Wir erwarten in Summe eine Gegenbewegung in dieser Woche an den Aktienmärkten. Diese könnte gefangenen Marktteilnehmern noch eine Chance zur Risikoreduzierung bieten. Aus mittelfristiger Sicht sehen wir die Aktienmärkte zwar in einem fortgeschrittenen Stadium der Marktbereinigung, aber noch kein Kaufsignal.

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