Für die Woche vom 09. – 13.03.2026
DAX
Der DAX beendete die Woche bei 23.591 Punkten und verlor 6,70 %, damit ähnlich stark wie der Euro Stoxx 50, der im gleichen Zeitraum 6,82 % nachgab. Die deutlichen Kursverluste spiegelten eine ausgeprägte Risikoaversion wider, nachdem die Eskalation im Nahen Osten die Ölpreise nach oben getrieben und damit neue Inflationssorgen ausgelöst hatte. Auf Einzeltitelebene lagen Deutsche Börse (+4,17 %), Scout24 (+3,04 %) und SAP (+1,04 %) vorn. Besonders schwach entwickelten sich dagegen Beiersdorf (-21,88 %, vorsichtiger Ausblick für 2026), Merck (-14,15 %, schwächerer Ergebnisausblick 2026) und Infineon (-13,98 %). Aus charttechnischer Sicht dominierte eine klare Korrekturbewegung, denn der Index fiel im Wochenverlauf unter die runde Marke von 24.000 Punkten und schloss nahe dem Wochentief. Kurzfristig bleibt diese Zone nun die erste Hürde, während darüber das Wochenhoch bei 24.028 Punkten und anschließend der Bereich um 24.695 Punkte als nächste Rücklaufzone dienen. Auf der Unterseite stützt zunächst der Bereich um 23.343 Punkte, der dem Wochentief entspricht. Darunter rückt die runde Marke von 23.000 Punkten in den Vordergrund. In der neuen Woche rücken der Produktionsindex für Januar am Montag, die deutschen Außenhandelszahlen am Dienstag und die endgültigen Verbraucherpreise für Februar am Mittwoch in den Fokus. Unternehmensseitig berichten unter anderem GEA, Henkel, Porsche, Rheinmetall und Hannover Rück.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones verlor in der vergangenen Woche 3,0 %. Er schloss bei 47.502 Punkten. Wie wir alle wissen, setzt der Krieg im Iran und ein deshalb stark steigender Ölpreis die Aktienmärkte deutlich unter Druck. Es ist klar, dass dies negative Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum haben wird. Das US-amerikanische WTI-Rohöl stieg vergangene Woche um 35,5 % auf über 90 US-Dollar je Fass. Damit ist leider das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, nach den Entwicklungen am Wochenende, mit den Angriffen auf iranische Ölraffinerien steigt der Ölpreis zu Wochenbeginn um weitere 15 %. Während sich Ölaktien und Technologieaktien einigermaßen stabil halten konnten – bei Software-Aktien sahen wir eine lang erwartete technische Gegenreaktion (+7,9 %), gerieten die übrigen Sektoren gewaltig unter Druck. Basisrohstoffe verloren 7,2 %, Industrieaktien 4,1 %. Die Volatilität (VIX-Index) sprang auf knapp 30 und signalisiert einen Anstieg der Angst bei den Marktteilnehmern. Hier kann diese Woche durchaus ein Wert von 50 erreicht werden, was eine kurzfristige Zunahme der Abwärtsdynamik an den Aktienmärkten bedeuten würde. Die Dow Jones Futures signalisieren heute eine schwache Eröffnung unter 47.000 Punkten, nicht weit über der (noch) steigenden 200-Tage-Linie, die aktuell bei 46.471 Punkten verläuft. Hier wäre zunächst eine technische Gegenbewegung zu erwarten. Ein Bruch dieser Marke würde markttechnisch für den gewünschten Washout sorgen und zu dem für eine investierbare Rallye den nötigen Anstieg der Volatilität. Wir sind zuversichtlich, dass spätestens im Bereich von 45.000 Punkten eine dynamische Gegenbewegung einsetzen wird. Hier verlaufen die Rallye-Hochpunkte von Dezember 2024, Februar 2025 und Juli 2025.
Einschätzung
Auch diese Handelswoche wird von hoher Volatilität geprägt sein. Gerade zu Wochenbeginn könnte die Abwärtsdynamik noch zunehmen und für den bereinigenden Washout sorgen. Dies wiederum erhöht die Chancen auf eine technische Gegenbewegung nach oben.