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Aktuelle Informationen zum Kapitalmarkt von der Fürst Fugger Privatbank: Die Rohstoffpreise sind nicht nur ein Strohfeuer

Entwicklungen an den Märkten sprechen für langfristigen Trend

Nicht erst seit dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Experten die Stabilität des US-Dollars und die langfristige Schuldentragfähigkeit der Zentralbanken. Neben einigen europäischen Pensionsfonds strebt auch der amerikanische Vermögensverwalter Pimco eine stärkere Diversifikation an und hat angekündigt, dafür Bestände in amerikanischen Staatsanleihen zu reduzieren.

Im Schatten der gängigen Edelmetalle wie Gold oder Silber haben dabei auch die Kurse für Industriemetalle zugelegt. In den letzten 10 Jahren waren sie noch stark vom Bauboom und der wirtschaftlichen Entwicklung in China getrieben und mussten entsprechend korrigieren. Heute sehen wir bei Industriemetallen eine Nachfrage von mehreren Seiten. Sie reicht vom erhöhten Materialeinsatz für Rüstung über die Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bis hin zum Bau großer Data-Zentren für KI-Anwendungen.

Aufgrund dieser konkurrierenden Nachfrage rückt verstärkt die Verfügbarkeit der Metalle in den Fokus. Beispielsweise kann bei Silber schon seit 2022 die steigende Nachfrage nicht mehr vollständig durch die Minenproduktion und Recycling gedeckt werden. Die Silber-Nachfrage hat zu einem drastischen Rückgang der weltweiten Lagerbestände geführt. Und sie steigt weiter – aber die Minenkapazitäten lassen sich nicht so schnell erhöhen. Auch Technologieunternehmen setzen Gold und Silber als besonders leitfähige Materialien in der Produktion ein, was die Grenze zwischen Edel- und Industriemetallen fließend macht.

Die Nachfrage ist auch in den Unternehmenszahlen zu sehen: Minengesellschaften verfügen über sehr stabile Margen und Gewinne. Selbst bei Silber stehen durchschnittlichen Herstellungskosten von etwa 30 US-Dollar pro Unze mittlerweile Verkaufspreise von nahe 110 US-Dollar gegenüber.“ Ganz zu schweigen von Gold: Dort liegen die Herstellungskosten bei rund 1.500 US-Dollar, der Preis für die Feinunze aber schon bei über 5.000 US-Dollar. Und auch der langfristige Ausblick verspricht sehr gute Gewinnmargen der Unternehmen. Daher raten wir Anlegern, einen genaueren Blick auf Minenwerte zu werfen: Ja, die Kurse der Minenwerte sind bereits gestiegen. In einem gut diversifizierten Portfolio sollten sie jedoch einen Platz als langfristige Beimischung haben.

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