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Aktuelle Informationen zum Kapitalmarkt von der Fürst Fugger Privatbank: Die „Magnificent 7“ in der Berichtssaison

Vier von sieben legen am 29. April ihre Zahlen vor

Auch wenn die Situation am Persischen Golf die Welt in Atem hält, machen die Kapitalmärkte keine Pause und die Berichtssaison des S&P 500 für das letzte Quartal nimmt Fahrt auf. Auch dieses Mal stehen die sogenannten „Magnificent 7″ im Mittelpunkt des Interesses von Analysten und Anlegern. Ihre Hoffnungen ruhen darauf, dass Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, NVIDIA und Tesla erneut die Wachstumsmotoren im Index sind. Und tatsächlich liegt die geschätzte Gewinnwachstumsrate der Magnificent 7 für das erste Quartal 2026 bei 22,8 % – gegenüber 10,1 % für die übrigen 493 Unternehmen im S&P 500.

Bei genauerem Hinsehen offenbaren die Zahlen jedoch eine differenziertere Lage. Der Vorsprung der Magnificent 7 auf den Rest der Unternehmen im S&P 500 hängt maßgeblich an einem einzigen Namen: NVIDIA. Ohne den KI-Chiphersteller läge das Gewinnwachstum der verbleibenden sechs Konzerne nur noch bei 6,4 % – und damit deutlich hinter der breiten Marktmehrheit. Ähnlich sieht es für das gesamte bisherige Jahr 2026 aus: 24,6 % für die Magnificent 7 gegenüber 15,9 % für den Rest – wiederum nur dank NVIDIA.

Ein regelrechtes Epizentrum dieser Berichtssaison fällt auf den 29. April, an dem gleich vier der sieben Technologieriesen ihre Bücher öffnen. Von Microsoft erwartet der Markt einen Anstieg des Gewinns pro Aktie von 3,46 auf 4,04 US-Dollar bei einem Umsatz von 81,3 Milliarden US-Dollar. Amazon soll den Gewinn je Aktie von 1,59 auf 2,11 US-Dollar steigern, bei einem erwarteten Umsatz von 177 Milliarden US-Dollar. Für Alphabet wird nach 2,17 US-Dollar ein Gewinn pro Aktie von 2,83 US-Dollar und ein Umsatz von 91 Milliarden US-Dollar erwartet. Auch der Facebook- und Instagram-Konzern Meta soll zulegen: beim Gewinn je Aktie von 6,43 auf 6,62 US-Dollar und beim Umsatz von 42,3 auf 55,3 Milliarden US-Dollar.

Die Situation ist nicht alltäglich: Vier der sieben Unternehmen, auf denen die meisten Hoffnungen für weiteres Wachstum ruhen, mit einer kombinierten Marktkapitalisierung von rund neun Billionen US-Dollar berichten innerhalb weniger Stunden ihre Quartalszahlen. Das birgt erhebliches Potenzial für Marktbewegungen – und zwar in beide Richtungen. Gestützt durch ihre Positionen in Cloud, KI und digitaler Werbung sind die Magnificent 7 weiter als dominante Kräfte im S&P 500 einzuschätzen – jedenfalls grundsätzlich. Die aktuelle Datenlage zeigt nämlich, dass das Wachstumsbild innerhalb der Siebenergruppe zunehmend uneinheitlich ist. Die Quartalszahlen werden zeigen, was Analysten und Investoren gleichermaßen suchen: Klarheit darüber, wie solide das Fundament der Dominanz der sieben Tech-Konzerne wirklich ist.

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